Zusammenfassung - Teil 2
Bezahlt kann Video-on-Demand üblicherweise durch
zwei verschiedene Abrechnungsmöglichkeiten werden. Einerseits die
Pay-per-View Methode. Hierbei wird für jedes Programm, jede Sendung
und jeden Film, den man sich auswählt und ansieht ein Preis ermittelt.
Man bezahlt sozusagen für jedes einzelne gesehene Programm. Als Alternative
gibt es hier das klassische Abonnement, wo man für die Nutzung des
Dienstes eine monatliche Gebühr zu entrichten hat.
Als krasse Sonderform zu den herkömmlichen Angeboten steht der Internetvideo
Anbieter YouTube da. Dort können von jedem, der sich auf der Webseite
registriert, Videos und Filmausschnitte hochgeladen und ins Netz gestellt
werden. Ein großes Problem hierbei ist natürlich das Urheberrecht,
weshalb YouTube 2009 auch fast alle lizenzierten Musikvideos, die von
Nutzern eingestellt wurden, entfernen hat müssen. YouTube ist eine
von vielen Plattformen, die es jedem ermöglichen, sich an die Öffentlichkeit
zu tragen.
Podcasts sind ebenso eine Sonderform der on-Demand Technologie. Hierbei
stellt man kleine selbst erstellte Beiträge ins Internet, die von
den Empfängern gescannt und heruntergeladen werden können. Man
kann einen Podcast mit einer Serie vergleichen, wo regelmäßig
neue Episoden veröffentlicht werden. Das Interessante am Podcast
ist der Umstand, dass jeder mit einem Computer und einem Mikrofon erstellen
kann.
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Markt für das Fernsehen immer
weiter und weiter entwickelt, doch der Video-on-Demand Bereich ist im
deutschsprachigen Raum noch nicht ganz so etabliert, wie das in anderen
Ländern der Fall ist. Dennoch bietet sich mit dem ständigen
Ausbau von DSL und der Verbesserung der Mobiltelefone (UMTS) ein immer
größeres Feld an, wo dieser Dienst genutzt werden könnte.
Man rechnet in den nächsten Jahrzehnten mit grob 20-30 Millionen
potenziellen Nutzern in Deutschland.
Was die Zukunft bringt, kann man heute zwar noch nicht sagen. Sicher ist
jedoch, dass sich die on-Demand Technologie wohl als Zukunft des heutigen
Fernsehens entwickeln wird. Diesen Trend haben natürlich alle Rundfunkanstalten
erkannt und bieten auf ihren Webseiten viele Möglichkeiten an. Eigene
TV-on-Demand Pakete sowie kostenlose Sendungen und Serien sind bei vielen
deutschen Sendern auf deren Webseiten erhältlich. Die einzige Hürde,
die es hier wohl zu überbrücken gilt, sind die technischen Voraussetzungen,
denn mit einem normalen Fernseher aus den 80er Jahren ohne Internet- oder
Kabelanschluss hat man keine Möglichkeit, um das gigantische Angebot
von Video-on-Demand zu nutzen.