Übertragungsverfahren - progressive Download
Ein Film wird, wie in der allgemeinen Beschreibung
erklärt entweder über eine Internetverbindung übertragen,
oder aber über die Breitband Kabelleitung. Wichtig zu bemerken ist
aber, dass man immer einen so genannten Rückkanal benötigt,
der die vom Benutzer eingegebenen Anweisungen übertragen kann. Ohne
dieser wäre es nicht möglich, mit dem Sender zu kommunizieren
und sich das gewünschte Programm individuell auswählen zu können.
Beim Internet ist diese Verbindung natürlich immer gegeben. Besitzt
man dieses nicht, so muss man als Ausweichmöglichkeit die Telefonleitung
verwenden lassen.
Grundsätzlich unterscheidet man in diesem Bereich zwischen zwei großen
Übertragungsverfahren, dem (progressive) Download und dem Streaming,
die sich grundsätzlich voneinander unterscheiden.
Wer viel mit dem Internet arbeitet, für den ist der Begriff des Downloads
selbstverständlich. Um sich Dateien, Bilder, Musik oder Videos auf
seinem Computer ansehen zu können, muss man die jeweilige Datei üblicherweise
zuerst auf seinem Computer abspeichern. Der Vorgang, aus dem Internet
eine Datei auf seinen Computer zu transferieren nennt sich "Download".
Das Gegenstück, also das Übertragen einer Datei vom eigenen
auf einen anderen Computer nennt man "Upload". Nach dessen Vollendung
kann man sich den Film dann direkt auf seinem Computer im z.B. Windows
Media Player ansehen, sofern man über die notwendigen Codecs verfügt.
Eine Sonderform ist hierbei der so genannte "progressive Download".
Dabei kann man schon während des Transfers, die fertig übertragenen
Teilbereiche des Videos ansehen. Dabei ist man natürlich immer an
den aktuellen Stand des Downloads gebunden. Wenn man sich beim Transfer
also gerade in Minute 2 befindet, so kann man eben nur die ersten 2 Minuten
des Films ansehen. Überschreitet man den aktuellen Punkt des Downloads,
so hält das Video an, bis wieder genug neues Videomaterial heruntergeladen
wurde, um sich wieder fortzusetzen.
Zu sagen ist, dass ein progressive Download nicht mit jeder Video- oder
Audiodatei bzw. jedem Player kompatibel ist. Bestimmte Mediaplayer verfügen
einfach nicht über die Fähigkeit, einen progressive Download
zu buffern und teilweise abzuspielen, während der eigentliche Download
der Datei noch läuft. Bei Video-on-Demand verfügt man üblicherweise
über große Datenspeicher, die ganze Filmbibliotheken abspeichern
können, sofern man Programme und Sendungen nicht über einen
Stream empfängt.
Wichtig zu bemerken ist es, dass die Datei wirklich in physischer Form
auf dem Datenträger abgespeichert wird und dort auch bestehen bleibt.
Dies steht im starken Gegensatz zum Streamingverfahren, wo das Video zu
keiner Zeit auf dem Computer gespeichert wird und jede verstrichene Sekunde
Film nur durch ein erneutes Streamen ein weiteres Mal angesehen werden
kann.