Funktionsweise beim Gebrauch
Nun wurde in den letzten Kapiteln sehr viel über
die hinter dem Video-on-Demand liegende Technologie, Übertragung
und Funktionsweise erzählt, aber kaum etwas über den eigentlichen
Gebrauch. Wie funktioniert dieser Dienst im Alltag und welche Möglichkeiten
hat man, interaktiv Einfluss auf das Fernsehprogramm zu nehmen?
Wenn man sich für beispielsweise einen Film entschieden hat, kann
man ihn jederzeit abspielen, unterbrechen und zurück- oder vorspulen.
Auch wenn man ein normales Fernsehprogramm ausgewählt hat, sind diese
Funktionen möglich. Bei einem herkömmlichen Fernsehempfang ist
das natürlich undenkbar. Dies ist natürlich einfacher bei einem
heruntergeladenen Film, als bei einem Stream, da die Datei beim Stream
ja nicht wirklich gespeichert wird. Doch auch letztgenannter besitzt über
Umwege und zusätzliche Zwischenspeicher diese Funktionen.
In vielen Fällen verfügt das heimische Gerät über
eine eigene Festplatte, auf der man Videos und Filme abspeichern kann.
Man kann dies quasi mit einem modernen Videorecorder vergleichen. Die
Auswahl von bestimmten Programmen, Sendungen und Serien für den Recorder,
also das Abspeichern dieser.
Kurz erwähnt wurde auch die Einflussnahme in Bewertungen, Reviews
und Kommentaren zum erhältlichen Filmmaterial. Das trägt natürlich
stark zur Qualitätssicherung bei. Weniger für den Anbieter,
als für den Nutzer. Wer will sich schon einen Film ansehen, der durchwegs
schlechte und vor allem berechtigte Kritiken erhalten hat. Auch die Möglichkeit
persönliche Playlists und Favourites ins System einzubringen existiert.
Dadurch kann man unterschiedliche Geschmäcker verbinden und auf andere
"verwandte" Filme und Genres kommen.
Ansonsten lässt sich natürlich alles das machen, was man bei
einem normalen Fernsehprogramm auch tun könnte. Teletext sowie andere
kleine Features sind hier eine Selbstverständlichkeit. Zusätzlich
zu erwähnen sind die doch eher außergewöhnlichen Angebote,
wie Dating Services, Glücksspiele, Teleshopping und sonstiges. Diese
sorgen für die zusätzliche Einnahmequelle der Anbieter. Ob man
jedoch davon Gebrauch machen will, bleibt jedem selbst überlassen.
Gezwungen wird man dazu natürlich nicht.
Abseits vom TV-on-Demand hat man natürlich generell bei Video-on-Demand
ein Videothek "Feeling". Es ist im Prinzip nichts anderes, als
eine digitale online Videothek, mit einigen Extras. Das Empfangen von
speziellen TV-Sendern ist da im Prinzip kaum anders, als das Ausleihen
eines Films.
Komfortabel ist es allemal. Fraglich bleibt nur der Kostenfaktor. Gratis
sind die meisten Dienste nur sehr eingeschränkt. Wer das volle "Programm"
genießen will, wird nicht darum herum kommen, sich ein Abo oder
ein ähnliches Paket zu zulegen.