Podcast, was ist das?
Einen Podcast kann man als Teilbereich des Video-on-Demand
Dienstes bezeichnen. In der Regel sind diese kostenlos und können
vom Hörer oder Seher Folgenweise empfangen werden. Diese einzelnen
Teile nennt man Episoden. Kurz gesagt ist ein Podcast eine Fernseh- oder
Radiosendung, die zu einer beliebigen Zeit empfangen werden kann. Der
Begriff Podcast ist ein zusammengesetzter Begriff und hat seinen Ursprung
von den Wörtern iPod und Broadcast.
Entstanden ist diese Methode durch die Weiterentwicklung des Web 2.0.
Ein iPod verfügt über die Software iTunes über die Möglichkeit,
Podcasts zu empfangen und abzuspielen. Man ist aber nicht zwangsweise
an den Besitz eines iPods gebunden. Natürlich war iTunes nicht das
erste Programm seiner Art, aber es war der erste Vertreter, der diesen
Dienst für die Masse zugänglich gemacht hat. Doch wie genau
funktioniert das?
Ein oder mehrere Anbieter erstellen eine Audio- oder Videodatei, welche
sie anschließend auf einen Server aufspielen. Der Empfänger
kann nun diese Dateien auf dem Server abonnieren und regelmäßig
auf Wunsch empfangen und natürlich auch abspielen. Dabei bestellt
man diese Dateien nicht, sondern kontrolliert den Server regelmäßig
nach aktuellen Dateien, die man herunterladen könnte. Es existiert
weder ein Vertrag zwischen Sender und Empfänger, noch irgendeine
sonstige Vereinbarung oder Bindung.
Auf den Episoden eines Podcasts findet man üblicherweise "Sendungen",
die von eigentlich jedem erstellt werden können. Im Prinzip kann
jeder, der einen Computer, ein Mikrofon und einen Internetzugang hat,
einen solchen Podcast erstellen und ins Netz bringen. Achtung: Das Verwenden
von lizenzierten Inhalten ist natürlich verboten. Dazu gehört
auch Musik, egal zu welchem Zweck sie verwendet wird. Eine Möglichkeit
bieten hier die Creative Common Lizenzen, die ein breites Spektrum an
Musik und anderen Audio-, Bild- und Videodateien enthalten, die man frei
nutzen kann.
Erstellen kann man einen Podcast, wie schon zuvor erwähnt, auf dem
heimischen Computer. Mit einem Mikrofon nimmt man den gewünschten
Inhalt auf, bearbeitet ihn in diversen Audiobearbeitungsprogrammen nach
und hat letztendlich die fertige Datei. Die so genannte Sprachsynthese
ist eine Möglichkeit, um verbale Informationen nicht selbst sprechen
zu müssen. Der Nachteil jener, dass es mitunter recht anstrengend
ist, einer künstlichen Stimme über einen längeren Zeitraum
zuzuhören.
Natürlich ist es je nach Aufwand auch möglich, Videos im Podcast
Format zu erstellen. Vergleichbar ist diese Technik schon fast mit einem
herkömmlichen Fernseh- oder Radioprogramm.