Youtube, die VoD Sonderform
Wenn man an Video-on-Demand und TV-on-Demand denkt,
dann denkt man eher an revolutionäre Fernsehangebote, wie zum Beispiel
bei T-Home Entertain, wo man sich ein individuelles Programm selbst erstellen
kann und sehr viel Interaktion geliefert bekommt. Doch gerade im Internet
existieren Plattformen, die ebenso auf dem Video-on-Demand Prinzip basieren.
Die Internetvideo Plattform YouTube ist ein Beispiel hierfür.
Angeboten wird eine Plattform, auf der man nach der Registrierung eigene
Videos hinaufladen kann. Diese Videos sind dann von jedem Besucher auf
Wunsch abspielbar, zu jeder Zeit und an jedem Ort, sofern die Internetverbindung
schnell genug ist und der Computer Videos abspielen kann (was heutzutage
eigentlich kein Problem mehr darstellen sollte). Dabei gibt es keinerlei
Beschränkungen darüber, wie oft man das Video ansehen will.
YouTube ist für seine normalen Nutzer komplett kostenlos. Auch die
Erstellung eines Accounts ist nicht mit Kosten verbunden und ebenso wenig
muss man etwas bezahlen, wenn man selbst ein Video auf die Plattform einstellen
will.
Anders als bei kostenpflichtigen Digital TV-on-Demand Fernsehsendern werden
hier Videos von jedem im Netz verbreitet, der es will. Lediglich auf die
klassischen rechtlichen Aspekte muss man achten. Jugendschutzgesetz, Urheberrecht
und Lizenzvereinbarungen sind hier die Stichwörter. Erst kürzlich
hat YouTube alle lizenzierten Musikvideos, die von Nutzern auf der Plattform
eingestellt wurden, entfernen müssen, um schweren Schadenersatzzahlungen
zu entgehen. Das ist natürlich das größte Problem bei
einer solch öffentlichen Video-on-Demand Plattform. Man möchte
sogar meinen, dass YouTube gerade durch nicht lizenzierte Videos groß
geworden ist, in welcher Form auch immer (Musikvideos, Musik, Sound, Filmausschnitte
etc.).
Dennoch ist dies nur ein Teil von YouTube. Es existieren mindestens genauso
viele private Videos, die angeboten werden, wenngleich viele von ihnen
auch Musik enthalten, die nicht lizenziert wurde. Mittlerweile nutzen
viele Künstler die Plattform für ihre eigenen Zwecke. Mit speziellen
Gruppen und Verbindungen, kann man sich eine kleine Community basteln
und so die eigenen Werke im Internet publizieren und das an einem Ort,
der viel Besucherpotenzial bietet. Früher war dies natürlich
undenkbar, da man nur über Verläge und Unternehmen in die Öffentlichkeit
gelangen konnte. Heutzutage schafft man dies schon mit wenigen Klicks.
YouTube ist sicher eine Sonderform von Video-on-Demand, sollte aber dennoch
erwähnt werden, da diese Plattform eine der größten und
meist besuchtesten Webseiten im Internet darstellt. MyVideo, Sevenload
und andere Vertreter funktionieren auf dem selben Prinzip, sind aber bei
weitem nicht so groß.